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Ausstellungen im 20. Jahrhundert über Gusto Gräser
(bis 2000)
 



 

1905 -1907
Gemäldeausstellungen von Ernst und Gusto Gräser in Locarno und Ascona






1968 Ausstellung in der Monacensia-Abteilung der Münchner Stadtbibliothek, Oktober 1968 bis Januar 1969                                                   Mit Dank an Richard Lemp




 

 


1977 Ausstellung zu Gusto Gräser, Hermann Hesse und Max Bucherer auf Schloss Dätzingen bei Stuttgart im Juni 1977
Mit Dank an den Veranstalter Heinz E. Walter
 





 

 


1978
Mit der grossen Ausstellung von Harald Szeemann im Jahre 1978, auf dem Höhepunkt der Alternativbewegung, begann die Wiederentdeckung  des Monte Verità und damit auch seiner Mitbegründer Gusto und Karl Gräser.
Die Ausstellung machte Sensation. Sie begann in Ascona und wurde anschliessend in Zürich, Wien, Berlin und München gezeigt.

Hier das Plakat der Wiener Station:






Und:
"Im Tessin vergammelt Harald Szeemanns Erbe"
von Barbara Basting in der Basler Zeitung (baz),
2.9.2008


 

 


1981 Im Jahre 1981 wurde eine Dauerschau in der Casa Anatta auf dem Monte Verità  installiert. In ihr erhielt Gusto Gräser einen eigenen Raum mit seinem Ölbild 'Der Liebe Macht'.  Zur Zeit (2009) wird das Museum renoviert; es soll 2010 wieder eröffnet werden.

Die Casa Anatta      


 

 


1983
Harald Szeemann: Der Hang zum Gesamtkunstwerk. Europäische Utopien seit 1800 (Zürich - Düsseldorf - Wien 1983)
Der für die Siedlungs- und Gemeinschaftsidee der Brüder Gräser grundlegende französische Sozialphilosoph Charles Fourier (1772-1837) nimmt hier ein eigenes Kapitel ein, ebenso wie der besonders für Gusto vorbildliche Amerikaner Henry David Thoreau (1817-1862) und der Ausdruckstanzpionier vom Monte Verità, Rudolf  von Laban (1875-1958).


 

 


1987 Während der baden-württembergischen Literaturtage von 1987 wurde in der Buchhandlung des Klosters Maulbronn eine Ausstellung über Gusto Gräser und Hermann Hesse gezeigt.
Hier das Begleitbuch zur Ausstellung, eine dokumentarische Biografie
Mit Dank an Günther Mahal und Klaus Krüger





 

 


1988 Gusto Gräser - Hermann Hesse - Monte Verità. Ausstellung im Jugendzentrum der Stadt Nürnberg, 1988
Mit Dank an Paul Gerhard Ahnert


 

 


1993
Die Ausstellung
"Süddeutsche Freiheit - Kunst der Revolution in München 1919"
im Münchner Lenbachhaus 1993/1994 behandelt erstmals, unter dem Titel "Lebensreform und Naturmythos", den Anteil der revolutionären Künstler an der "ökosozialistischen Bewegung"  des Monte Verità.



1996
wunderkammer österreich
Eine Ausstellung von Harald Szeemann, Kunsthaus Zürich 1996

Darin von Klaus Ferentschik auf S. 245:

 
Gustav Arthur Graeser
Nun kann ich Ihnen nicht einmal so unrecht geben. Bin freilich verrückt, sogar weit von der ins Elend rasenden Zeit; zumal mir völlig klar ist, daß diese Erde von Verrückten wimmelt, die sich nur in der Farbe unterscheiden, so daß – sagen wir – der Durchschnitt schwarz, rot, braune Vögel, und ich gerade einen grünen Vogel hab.
Gusto Gräser

Kurz vor der letzten Jahrhundertwende kommt Gustav Arthur Gräser, er nennt sich auch Gusto Gras oder Gusto Gräser, Arthur Siebenbürger oder A. T. Räumer, auf die Kunstgewerbeschule nach Wien, von wo er bald wieder ausbricht, und geht zu dem Maler und Naturapostel Karl Wilhelm Diefenbach, den er auch bald wieder verläßt. Aber nicht, um sich nach einem anderen Lehrer umzusehen, sondern um, zwanzigjährig, seine Bilder zu zerstören, auf Wanderschaft zu gehen und im Herbst 1900 gemeinsam mit seinem Bruder Karl, dem Belgier Henri Oedenkoven, der montegrinischen Pianistin Ida Hofmann, deren Schwester Jenny sowie der Burlauer Bürgermeisterstochter Lotte Hattemer die Landkommune Monte Verità bei Ascona zu gründen.
Aber auch dort hält es ihn nicht, er zerwirft sich mit den anderen – hauptsächlich Henri und Ida, die eigentlich eine Naturheilanstalt, ein Sanatorium gründen wollen und sich besonders mit Gustos Lebenshaltung nicht zurechtfinden können – und setzt seine Wanderschaft quer durch Europa fort, während Karl sich auf dem Berg der Wahrheit auf einem eigenen Grundstück ansiedelt. Gusto besucht die religiösen Sozialisten, die Zentren der (Lebens)Reformbewegungen, Dichter, Schriftsteller, Maler, Bildhauer, trifft Anarchisten, Revolutionäre, Heimat- und Naturschützer, Philosophen in der Nachfolge Nietzsches und Hermann Hesse, der in seiner Schrift In den Felsen. Betrachtungen eines Naturmenschen Gräsers Ideen übernommen hat.
Gräser, der die erste deutschsprachige TAO-Übersetzung verfaßt, wird von Deutschland nach Österreich abgeschoben, verweigert dort den Kriegsdienst, wird in eine Zelle gesteckt, trotz mehrmaliger Ankündigung nicht standrechtlich erschossen, dafür quälen sie ihn in Kasernen, Gefängnissen und Irrenhäusern, bis er schließlich auch dieses Land verlassen „darf“ und nach Ascona zurückgeht.
Nach der Ausweisung aus der Schweiz 1918, erneute stetige Wanderschaft, verbunden mit Ausweisungen und Internierungen schier überall, Schreibverbot unter den Nazis und letztlich in München, als ein Nachfahre Peter Hilles und Urhippie, der bloßfüßig seine Gedichte aus dem Leinenbeutel zieht und den verdutzten und verlegen lächelnden Umstehenden vorträgt.
(Klaus Ferentschik in: Peter Noever (Hg.): wunderkammer österreich. Eine Ausstellung von Harald Szeemann. Wien New York 1996, S. 245)
 
Harald Szeemann schreibt  darin in dem Kapitel ‚Entdeckung eines Kontinents’ auf den Seiten 70 bis 84 über den Monte Verità. Auf S. 81 zu dem in der Ausstellung gezeigten Gemälde ‚Der Liebe Macht’ von Gusto Gräser:









 

 


1999
Die Ausstellung
"Künstlerkolonien in Europa
Im Zeichen der Ebene und des Himmels"
im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg,

1999 und 2001/2002 stellte sowohl die Künstlerkolonie von Ascona vor, wie auch die von Grötzingen bei Karlsruhe, in der Gusto Gräser freundschaftlich verkehrte.


 

 


2000 100 Jahre Monte Verità

Jubiläumstagung mit Tanzvorführung und Kunstausstellung

Ascona, November 2000


 

 


2000 Die umfassende Ausstellung über Lebensreform auf der Darmstädter Mathildenhöhe, Ende 2000 bis Anfang 2001, war ein grosser Erfolg.

Sie bot auch eine Abteilung über den Monte Verità. Gusto Gräsers Ölgemälde 'Der Liebe Macht' eröffnete als das grundlegende Ideenbild der Lebensreform diese Schau. 


 

 


Weitere Ausstellungen zu Gusto Gräser und Monte Verità fanden in Ulm, Baden Baden, Basel und Barcelona ... statt.

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