Leben ist Bildung.

Ich bin, wo ich bild!

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Die Bildung,

das Leben - - -

des Lebenden Sinn –

ich bin, wo ich innig im Bilden bin –

bin Mensch, wo durchfallend durch

Unheimkultur

ich urheimlich leb, ich wildadlig leb

aus herzgottvollem:

UR

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Bildung wär das echte Wort für lebendges Wesen,

drein wir alle, hier und dort, findend unsres Lebens Hort,

von dem Wust genesen –

Bildung, wie im Baum sie webt, der zur Sonn' sich hebet,

wie sie geisternd im Kristall alles Sein durchstrebet.

Bildung – nie zu bannen, nein – keiner Habgier frommend,

aber aus wildheilgem Sein unsres Innern werderein,

freinotwendig kommend.

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"Ich bin gebildet" prahlt er, der pralle dralle Topf - - -

Jawohl, vom Töpfermeister, o hohler Herr von Tropf!

Stolz, der vergeht dem Bildner – es ist ne alte Gschicht:

Je weniger er wieget, je wichtger tut der Wicht!

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Wissen ist Macht? – O schal Geschrei!

Besseres raunet im Volke:

Bildung macht freih!

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Was? – Wissen wär Macht? – Ja – im Totenreich! –

Ihr hirnvernarrtes Zwerggekräuch,

vom Wust des Bewussten befangen.

Ihr betet das Gift an, das Euch verheert, den Vampir,

der Euer Blut verzehrt. –

Wo sind die blühenden Wangen? Wo Macht, wo Leben –

Ihr bangen, verstockten

Verstandesstangen?

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W i s s e n – !

Was liegt daran?

Fliege, mein Schürpapier!

Schür zwischen Hirn und Herz

heitres Erkennen-

Lust lass entbrennen,

wildheilger Inbrunst Brand,

können hilf, können die Kunst:

Mensch zu sein!

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Berechnet Ihr’s? – Dass Ihr’s nit brecht!

Leben folgt keinem Ziffernknecht.

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Willkommen, Freund und Bruder,

der aus des Wissens Haft,

aus Zuchthaus der Gelahrtheit

durchbrannte, durch zur Kraft!

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Hah, macht euch leer das vollgepfropfte Hirn,

dann lacht euch mehr der Himmel

durch die Stirn!

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Wissen will die Welt ergründen -

Weisheit

gründet fromm in ihr!

O*