Herbei, Geselln,
frischwacker schaun und hören,
ob mit dem Gscheidt,
dem Skrupelkrüppel unsrer Zeit,
ob mit dem Zweifelteifel wir uns weiterfetzen
oder entschieden uns zum Mahle setzen:
was setzen, sp-ringen um das Hochzeitmahl,
Genesungsmahl
der Vater-Mutterwelt.
*
Traumlicht lacht aus dem Dunkeln:
Paaren, allpaaren will Urlebensgeist!
"Jah, Hochzeit will ich", kündet uns sein Funkeln,
das aller Trübsal kräftig mich entreisst - - -
"will, dass der Mut die Not grundtief erkenne,
will, dass sich Hirn und Herz zusammentraun
und ihrem Bund entwachs ein Welterbaun -
will, dass der Tag mit Nacht zeug Morgenrot
und ewge Hochzeit feiern
Tat und Tod!"
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Was verwerfen, schimpfen, tadeln? -
Adeln heisst's das "Materiel", wie sein "Pateriel", den Geist -
Ehepaar - wunderbar -
das die Welt durchkreist!
Wer ihm treu nur denkt und lenkt,
krampfet nimmer stoffverhängt,
denn dem wird urmütterliche, weltfromm unerschütterliche
Geistleibhaftigkeit geschenkt!
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Hier - steht - nit - Wahrheit -
steht auch nicht dort; in keinem Satze sitzt sie,
vom Herzenshaupte blitzt sie, wandelnd in-einem-fort!
Schreiten will die Wilde, streiten, wirken ihre Wunderwelt -
Hochzeit will sie uns bereiten,
drein uns Lust und Liebe schwellt;
frohgesellt im Erdsternsaal bei Hirn-Herzens
Hochzeitmahl!
Immer ruft sie alle ihre Kinderlein tiefheim zu sich,
ihe Pflanzen, ihre Tiere, dasss sich Keins in Trug verliere,
Keins in Gscheitelkeit erfriere - - -
Menschenkind, auch dich,
auch Dich!
*
Die Hochzeit von dem ewgen Paar,
die muss ich künden, zünden -
muss Hirn und Herz, Gewohn-Gefahr,
muss Bildung-Wildung, Wurm und Aar
befreien - allso - bünden.
*
So wunderbar, ehhaft polar, lebt was im Grunde ist,
was eh gewesen, immer war,
was uns durchwahret, herzenswahr,
das - ewige - Geïst -
webt fort und immerfort sein, unser Weltenwort! -
Wohl Dir, der Ihm gehörend, sein heimlich Werk nit störend,
vertrauter Freund ihm bist!
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Freund - schwingt dir hier wohl ein Frohwiderhall?
Ström ein, Gesell, im Wunderweltenall - - -
mit dem Urstromer unser, der die Welt
in ihrer Schwerwucht Wunderschwebe hält,
wildstill durchblitzend sie von Pol zu Pol, durchströmend sie
mit urgewaltgem Wohl,
Allvatermutter- hah - Allsternenwohl - - -
O Wunderpaar im ewgen Weltengrund, uns lockeladend in sein
Urgesund,
mit Ihm zu grünen, tief zu versühnen die Sünden unser,
fern all Stand und Stund -
wie Well um Well und Zell um Zell vergnügt ins Ganz sich fügt - - -
Hah, Freunde, jah - durchfallen, durch ins Allgedeihn,
da geht uns ein, fern all Verstehn:
Urwohlergehn!
*