Tritt
ein, Weltwirth…
Tritt
ein, Weltwirth, hah, tiefwillkommen, Mann!
Tritt
ein, Weltwirth, hah, tiefwillkommen, Mann!
Lebatzung-hungrig
langt
und satzungsatt nach Dir
Dorftrottel
selbst
und selbst Schlapplaff der Stadt,
denn
Jeder ist am gernsten doch gesund –
und
Keinem hilft das Aufgeklär imgrund,
bewirten
hilft, aufnähren hilft, bezeugen
lebgen
Bund!
Hah,
wo Du waltest, Wirklichwundermann,
löst
sich der Mensch aus Menschlings Puppenbann,
da
freiht er los sich von der Kratenquaal,
dem
schlammig schlimmen Satzungschluckermal,
frisst
nimmer in sich, was er soll, nur soll,
so’n
Vorsatzschmarrn, so’n faden Vorschriftkohl,
nur
so zum Schein, und hintenrum wuchert der Lump, das
Schwein,
das
die lebendge Ordnung unterwühlt mit seiner Schnauz,
und,
was in wohlger Führung schon sich fühlt,
versumpft’s,
versaut’s.
Jawohl,
der Mann, in Kampf und Not, beisst in sein Darf,
das
tief er muss, in seine Notnuss, die ihm tief bekommt,
bass
ihm bekommend auch den Andern frommt,
so
braucht er nimmer wank, gebrechlich krank,
kränkend
verbrechen seiner Mitwelt Gang,
den
Ringreich-trächtigen Allmiteinandergang.
Hei,
unser Mann, entzück zum Lebensfest, zum
Hochzeitfest,
Gesundheitlust,
ansteckend
wie die Pest!
* * *
Gusto Gräser, Freimann,
1955