Erde,
dir
mein Leben völlig zu ergeben
hab
ich mich bereit'.
Hab
dich nun gefunden, kann nun ganz gesunden
von
dem nichtgen Neid.
Treu
im Wandel schreiten will ich meine Bahn
und
in frischem Streiten deinem Heile nahn.
Reger
sind die Kräfte, freiher ist der Blick;
nie
- so tönts tiefinnen - wend ich mich zurück.
Lass
die Wolken drohen, deine Flammen lohen
göttliche
Gefahr.
Brenne,
zünde, zünde, bis ich überwinde,
was
fürs Feuer war.
Bis
ich tief verschweiße, golden, feuerhart,
hetze,
heize Hitze – bis ich bleib im Blitze
und
mich nichts mehr narrt.
Ha,
nach Kammerkummer und nach Schlemmerschlummer
gier
ich nimmermehr.
Durch
die Lasten dringen, in die Lüste ringen,
das
ist mein Begehr.
Treu
mit trutzgen Tritten in das Freihe traun,
aus
des Herzens Mitten froh mich zu erbaun.
Ha,
zu Kreuze kreuchen um den Knechteschmaus?
Herz
und Hirn verseuchen? Das ist aus – ist aus!
Not,
dein ruhlich Treiben soll mich rühren, reiben,
rollen
durch die Flut,
über
Rasenlippen, über Felsenrippen – her,
was
geht, ist gut!
So
von Dir getrieben will ich wagen, lieben,
Nottatwege
gehn.
Not,
Du wirst mich lehren, meine Kraft zu mehren,
liebend
zu verstehn.
Dass
ich nimmer tandle, ein verhuckter Wicht,
dass
ich erdrecht wandle,
nimm
mich ins Gericht!
*
M-Erdenstern 3
Gusto Gräser