SONNENSOHN



Ihr in euren Kummerecken, seht, da kommt der Sonnenheld,
die Gesundheit anzustecken rennt er durch die schöne Welt!

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Satt all das hingerichtet vage Hoffen, versenkt, verschenkt,
dem ewgen Tage offen,
strahlt er die Sonne seiner Gegenwart in unsre Welt.

Wo er weilt, da wird die Welt von gemütruhreichen Wonnen,
von der Muttermannheit Sonnen warm durchhellt!

*
Heil, Sonnensohn Dir, der Du freih und freiher
entzückezündest unsres Lebens Feier,
hah, Feuer! Feuer! tilgend treugetrost
all Rechnertrug, all grausen Wissensfrost ...

Die Welt braucht Sonne, sonnger Mannheit Lüftung,
dass sie nit ganz dem Murksegraus verfällt.
Vom Krämer, Grämer, droht der Menschenwelt
Kramwucherwust, Bedürfnisgier-Erzüchtung ...



*
So komm, so lass, fern allem Zielen
uns Sonne spielen in die Kummerwelt!
Wer spielt, tief spielt, tut auf das Sonnentor
zu Menschseins Blühn, macht nimmer sich,
macht niemand etwas vor!

Froheit, Freude will die Welt durchglühen,
auf, wohlauf, du Erdstern-Sonnensohn,
aus den friedsuchtsiechen Sichrungsmühen -
nur durch Kampf kann Leben, Lieben blühen.
Freunde, Freund, sind nur die Kampfesfrohn!

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Komm, Sonniger, Landmann voll Wildlandhauch,
voll unsrer Erde biederb echtem Brauch -
komm, Deine Anmut voll Herzheiterkeit
braucht unsre Welt, dass sie zu Wert gedeiht ...




Treu sein heisst Sonne sein.
                                                                                          Gusto