in
Heft 10 der Halbmonatsschrift ‚Der Mensch‘.
Berlin, Mai 1907
Frau
Doris Paulus bietet erstmals eine genauere und
positive Darstellung
der Gegebenheiten von 1907. Sie irrt allerdings, wenn
sie Karls von
1903 bis 1906 erbautes zweites Haus als ehemalige
Ruine bezeichnet.
Das
traf nur auf
sein erstes Haus zu, in das inzwischen Ernst Heinrich,
der jüngste
der drei Brüder, eingezogen war. Wenn Ernst dort
40 Bilder, darunter auch solche von Gusto, ausgestellt
hat, dann war
für Wohnen im oberen Stockwerk kein Platz mehr. Gusto
wird sich im
Erdgeschoss einquartiert haben.
Seine
Gespräche mit Hermann Hesse werden gleichwohl im
Ausstellungsraum
stattgeunden haben, wie auch seine Tochter Heidi mir
erzählte.
Dieser langgestreckte Raum mit zwei Fenstern, die
erste Kunstgalerie
Asconas, ist in der heutigen Casa Bambu noch erhalten.
Gusto
Gräser wird in dem Aufsatz von Doris Paulus nicht
erwähnt. Er war
zu diesem Zeitpunkt wohl schon hinunter unter die
Brissago-Brücke
gezogen, wo er an seinem Baumboot arbeitete und wo er
auch schlief. Die Brüder
hatten sich entzweit. Wenig später im selben Sommer
verließ Gusto
Ascona und lebte von nun an meist in Deutschland. Erst
im Herbst 1916
kehrte er für zwei Jahre auf den Berg zurück.
Sollte
es sich bei der Verfasserin um jene Frau Paulus handeln,
die Emil
Szittya mehrmals erwähnt und die ihn nach seinen eigenen
Angaben bei
Karl eingeführt hat? In ihr hatte der vereinsamte Karl
offenbar eine
einfühlende Freundin.