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Ein „Dichter“ schafft kein recht Gedicht 

Lichten mein Dichten, lebenentbrannt,

 werf ich Funkelsamen ins Land –

sprühenden Spruch, flammend Gedicht,

Sonne, Sonne, die’s Herrschen bricht.

*

Ins Dunkle säh,

so im Vorübergehn, säh Deinen Sam –

doch ihn zu keimen, ihn zu kommen sehn,

des habe Scham.

Versenk, verschenk, so wird Er wohl

gedeihn –

willst Du ihn sehen, musst Du ihn entweihn,

und – ihn – frisst – Gram!

*

Dicht wohl, doch „Dichter“? – Ich verzicht!

Mein Werk: ein Leben warm und licht!

Mein Werk: ein Kampf um Menschseins Wehr!

Mein Werk: ein Mann –

seht her, hört her!

Ein „Dichter“ schafft kein recht Gedicht,

nur aus getreuem Leben bricht

der Strahl des Geistes, der uns freit

 aus grauer Not, aus grausem Leid.

Willst Du was Rechtes dichten, dann -

stell -  Deinen - Mann!

*